| Die St.Ottilien-Stiftung wurde durch letztwillige Verfügungen vom 17. September und 6. November 1936 von Herrn Emil Häner, alt Bezirksrichter sel. und seinen vorverstorbenen Schwestern Rosine, Josephine und Albertine sel. am 25. November 1937 errichtet. Gemäss Stiftungsstatut bezweckt sie, unterstützungsbedürftigen, vorwiegend römisch-katholischen Personen, die in Arlesheim niedergelassen sind oder sich dort aufhalten, unter dem Namen
St. Ottilien, Hilfe- Schutz- und Segen-Stiftung Arlesheim eine Zufluchtstätte zu bieten oder sie anderweitig zu unterstützen.
Die Stiftung besitzt als Eigentum das ihr von der Stifterfamilie hinterlassene Vermögen. Es besteht aus der Liegenschaft Obere Gasse 14 und aus Grundstücken und Bankguthaben, sowie aus der später durch den Stiftungsrat erworbenen Liegenschaft Obere Gasse 16.
Vor allem die Liegenschaft Obere Gasse 14 – das Ottilienheim – dient als Zufluchtstätte im Sinne der Stifterfamilie. Viele Jahre wurde darin durch kath. Ordensschwestern mit grosser Liebe ein kleines Altersheim geführt. Nachdem keine Schwestern mehr zur Verfügung standen, nahmen Heimleiterinnen und zusätzliche Hilfen deren Platz ein.
Mit der Eröffnung des Altersheimes „Obesunne", durch die Überalterung der Bewerberinnen und Bewerber und den steigenden
Ansprüchen an Komfort (Nasszellen und Lift fehlten) musste das Heim mangels Bewerbungen im Juli 1985 als Altersheim geschlossen werden.
Trotzdem konnte an der Oberen Gasse 14 der Zweck als Heim beibehalten werden; der Verein für Sozial-Psychiatrie Baselland bietet 7 jungen Menschen, die aus irgendwelchen Gründen Hilfe und Unterstützung benötigen, eine begleitete Therapie- und Wohnmöglichkeit und unterstützt sie ebenfalls im Erwerbsleben. |